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Über mich

Manchmal verändert ein einziger Moment unser gesamtes Leben. Nicht, weil wir es geplant haben. Sondern weil er uns dazu zwingt, alles zu hinterfragen, woran wir bisher geglaubt haben. Genau so begann meine Reise.

Viele Jahre lang war ich davon überzeugt, dass Gesundheit etwas ist, das uns widerfährt. Wenn der Körper Beschwerden macht, geht man zum Arzt, er ist Experte und weiß es besser. Wenn man eine Diagnose bekommt, muss man eben lernen, damit zu leben. So dachte ich damals.

Bereits seit 2008 bekam ich die ersten Hinweise meines Körpers. Ich war 20 Jahre alt. Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Entzündungen, Erschöpfung und viele weitere Beschwerden begleiteten mich über Jahre. Ich nahm sie nicht hin, aber ich fand auch nie wirklich Heilung. Zu meinem Glaubenssatz gehört unfreiwillig, es sei genetisch vorbestimmt. Ich funktionierte. Und ich suchte die Antworten fast ausschließlich im Außen.

Bis das Jahr 2021 kam.

Mit starken Bauchschmerzen wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. Es folgten alle Untersuchungen, die für einen solchen Fall vorgeschrieben sind. Tag für Tag wartete ich auf Antworten. Ich erhielt mehrere Antibiotika, Cortison und weitere Behandlungen. Trotzdem verschlechterte sich mein Zustand. Am 10.  Tag wollte man mich sogar entlassen, aber meine innere Stimme wurde so laut, dass ich endlich auf sie hört und verweigerte meine Entlassung. Ich machte in dieser Zeit eine Nahtoderfahrung und musste erleben, wie hilflos man sich fühlen kann, wenn niemand eine klare Antwort hat. Diese Erfahrung hat mein Leben verändert.

Zum ersten Mal begriff ich, dass ich die Verantwortung für meine Gesundheit über viele Jahre vollständig an andere Menschen abgegeben hatte. Zum ersten Mal fragte ich mich nicht:

„Wer kann mir meine Symptome erklären?“

Sondern:

„Warum habe ich nicht eher auf meine innere Stimme gehört? Warum musste mein Körper erst so laut schreien, bis ich ihn wirklich wahrnehme? Warum ist das Leben so dermaßen unfair zu mir?“

Diese Fragen waren schmerzhaft, aber sie wurden zum Beginn meiner Reise. Am Anfang war ich so gebrochen, dass ich es selbst heute nicht wirklich in Worte fassen kann. Ich vertraute den Ärzten nicht mehr, war schwer depressiv und bemitleidete mich selbst, hasste meinen Körper und gab mir sogar selbst die Schuld ins falsche Krankenhaus gegangen zu sein. Ich konnte nichts mehr fühlen … das Leben hatte mir vorher schon einige Male zugesetzt, aber das war der absolute Tiefpunkt an dem ich wirklich dem Leben mit einer Leck-mich-am-Ar***-Einstellung begegnete. Aufgeben war keine Option, das wäre zu egoistisch gegenüber meiner Familie gewesen. Somit beschloss ich, mich auf den Weg zu machen und mich selbst zu heilen.

Ich begann, mich intensiv mit Gesundheit auseinanderzusetzen. Ich fastete. Ich veränderte meine Ernährung. Ich beschäftigte mich mit Darmgesundheit, Entgiftung, Mikronährstoffen, Nervensystem, Atmung, Meditation, Bewusstsein und vielen weiteren Themen. Ich probierte aus, beobachtete, reflektierte und lernte Schritt für Schritt, meinem Körper wieder zuzuhören.

Ich absolvierte zahlreiche Ausbildungen, besuchte Seminare, verschlang Bücher und beschäftigte mich mit den unterschiedlichsten Ansätzen rund um Gesundheit und persönliche Entwicklung. Ich wurde selbst zu meinem größten Forschungsprojekt.

Natürlich war dieser Weg steinig. Ich hab die Tage nicht gezählt, an denen ich nicht aufstehen wollte, an denen ich mich isoliert habe, aber es waren sehr viele. Fotos gibt es auch nicht viele. Ich trug eine Maske für mein Umfeld, weil ich niemanden belasten wollte. Es war schon schwer genug meine eigenen Ängste im Zaum zu halten, und ich hatte keine Kraft, die meines Umfeldes auch noch zu bewältigen. Weinen konnte ich schon nicht mehr.

Immer dann, wenn ich glaubte, eine Antwort gefunden zu haben, geriet ich erneut in eine Sackgasse. Ich investierte meine gesamten Ersparnisse in meine Heilung und Weiterbildung. Aber mit jedem Monat bzw. Jahr wurde mir klarer, dass Gesundheit niemals nur körperlich ist.

Lange Zeit war ich überzeugt, dass Heilung hauptsächlich im Alleingang entsteht. Ich zog mich zurück, arbeitete an mir, machte Kuren, Fastenprogramme, Meditationen und viele weitere Methoden. Ich investierte unzählige Stunden in meine persönliche Entwicklung.

Bis ich irgendwann erkannte:
Das, was wir alleine heilen können, hat irgendwann seine Grenzen. Denn viele unserer tiefsten Muster zeigen sich gar nicht, wenn wir alleine sind. Sie zeigen sich erst in Begegnungen mit anderen Menschen. Dort wird sichtbar, was uns triggert. Wo wir uns klein machen. Wo wir Angst haben. Wo wir Kontrolle brauchen. Wo wir uns nicht gesehen fühlen.

Und genau dort entsteht die Möglichkeit, diese alten Muster bewusst zu verändern.

Diese Erkenntnis hat meine Sicht auf Gesundheit grundlegend verändert.

Heute bin ich überzeugt, dass echte Veränderung dort beginnt, wo wir Verantwortung für unser eigenes Leben übernehmen.

Nicht, indem wir alles alleine schaffen. Sondern indem wir lernen, unserem Körper zuzuhören, offen für neue Perspektiven zu bleiben und gleichzeitig den Mut entwickeln, uns in Gemeinschaft ehrlich zu zeigen. Genau deshalb verbinde ich heute Gesundheit und Gemeinschaft. Meine Seminare sind weit mehr als Fasten- oder Gesundheitsreisen.

Sie sind Räume, in denen Wissen auf Erfahrung trifft. In denen Körper, Geist und Emotionen gleichermaßen Platz haben. Und in denen Menschen sich selbst – und anderen – auf einer tieferen Ebene begegnen können.

Ich glaube nicht daran, dass es den einen richtigen Weg gibt. Ich glaube daran, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden darf. Meine Aufgabe sehe ich deshalb nicht darin, Menschen zu sagen, wie sie leben sollen. Ich möchte sie dabei begleiten, wieder Vertrauen in sich selbst zu entwickeln. Denn die größte Erkenntnis meiner eigenen Reise war nicht eine bestimmte Methode.

Nicht eine Ausbildung. Nicht eine Therapie.

Sondern die Erkenntnis, dass die Antworten, nach denen ich so lange im Außen gesucht habe, erst sichtbar wurden, als ich begann, wieder nach innen zu schauen.

Und genau diese Erfahrung möchte ich heute mit meinem Sein, meinem Wissen und mit meinen befreundeten Mitwirkenden weitergeben.

Alle von mir angebotenen Formate dienen einem Ziel, möglichst viele Menschen wieder ins Fühlen zurückzubringen und Ihre eigene Wahrheit zu finden.